Die Almhütte ist ein landwirtschaftlicher Viehzuchtbetrieb, der nur für einen begrenzten Zeitraum im Jahr, etwa 90 bis 120 Tage, betrieben wird. Der Betrieb umfasst eine mehr oder weniger ausgedehnte Weidefläche, Waldgebiete und die an das Dienstleistungsangebot gekoppelte Infrastruktur bzw. die Almhütte (in der Regel zwei gegenüberliegende Bauten, der erste dient dem Hüttenbetreiber, seiner Familie und den auf dem Hof tätigen Mitarbeitern als Wohnhaus, der zweite der Käseherstellung), einen Stall, einen Schweinestall, Almtümpel, Zäune und Gehege sowie natürlich eine Tierherde.
Die Hüttenbetreiber sind die Hüter eines Wissensschatzes, der von Generation zu Generation an Personen weitergegeben wird, die mit großer Leidenschaft ihrer Arbeit nachgehen und dazu beitragen, das Gebirge mit seiner Kultur und seinen Traditionen am Leben zu erhalten.
Aus technischer Sicht gilt die Alm als ein komplexes Ökosystem, eine „forstwirtschaftliche Grundstückseinheit mit einer Fläche von über zehn Hektar mit entsprechender Infrastruktur und bestehend aus Weiden, Wiese/Weide und manchmal Wald, auf der es einen Unterstand für das Personal und das Vieh sowie Räume für die Milchverarbeitung und die Aufbewahrung des Endprodukts gibt“ (Regionalgesetz Veneto Nr. 88 vom 31.10.1980). Dieser Einheit wurde kürzlich der Wert und die Bedeutung der Mehrzwecknutzung anerkannt, die nicht nur an den Produktionsprozess, sondern auch an die Erhaltung der Umwelt und der Landschaft, die Ankurbelung des ländlichen Tourismus und die soziokulturelle Aufwertung gekoppelt ist.
Ein Großteil des Gebiets der Hochebene der Sieben Gemeinden und fast alle Bauten und Weideflächen sind kollektives Eigentum der Nutzungsberechtigtenbzw. der gebürtigen Einwohner der Hochebene und derjenigen, die ihren Wohnsitz hierher verlegen. Sie werden von den Gemeinden (oder Genossenschaften)
mit einer speziellen „Verordnung zur Regelung der Gemeinnutzung“ und nach den Regeln des „Technischen und wirtschaftlichen Zehnjahresplan für Forstwirtschaftliche Güter“ verwaltet. Die Almhütten werden sodann den Hüttenbetreibern in regelmäßigen Abständen durch eine öffentliche Versteigerung in Pacht gegeben.
Der Brauch der gemeinschaftlichen Verwaltung des Gebiets hat seinen Ursprung in der Gründung des Bundes Spettabile Reggenza dei Sette Comuni (oder Federazione dei Sette Comuni), der diese Güter verwaltete. Nach der Aufhebung des Bundes im Jahr 1807 wurden die Güter zunächst dem Staat übertragen und dann unter österreichischer Herrschaft (1815) ihren früheren Besitzern zurückgegeben, obgleich sie unter der Verwaltung des Königreichs Lombardo-Venetien standen. Im Jahr 1861 kehrten die Güter wieder in die Hände der örtlichen Verwaltungen zurück. 1926 einigten sich die Gemeinden auf eine Aufteilung der bis dahin gemeinsam verwalteten Besitztümer.
Demzufolge fällt nun der gesamte nördliche Teil der Hochebene in den Zuständigkeitsbereich der Gemeinde Asiago, wobei die verschiedenen Gebiete unter der Leitung der lokalen Einrichtungen stehen, die die Besitzer bzw. die anspruchsberechtigten Einwohner der sieben alten Gemeinden vertreten. Aus diesem Grund unterscheidet man für jede Gemeinde zwischen Alten Gütern (den ursprünglichen Gütern der Gemeinde) undNeuen Gütern (den durch die oben genannte Aufteilung hinzugekommenen Gütern). Es ist daher nicht verwunderlich, dass in einigen Fällen auch Almhütten der Neuen Güter von den Verwaltungsgrenzen der zuständigen Einrichtung weit entfernt liegen.
Nach dem Gesetz Nr. 1766 vom 16.06.1927 bleibt das in das kollektive Eigentum fallende Land unveräußerlich, unteilbar, auf ewig an seinen ehemaligen Bestimmungszweck gebunden und zudem ausschließlicher Besitz der Gemeinschaft.
Die Almhütte ist ein landwirtschaftlicher Viehzuchtbetrieb, der nur für einen begrenzten Zeitraum im Jahr, etwa 90 bis 120 Tage, betrieben wird. Der Betrieb umfasst eine mehr oder weniger ausgedehnte Weidefläche, Waldgebiete und die an das Dienstleistungsangebot gekoppelte Infrastruktur bzw. die Almhütte (in der Regel zwei gegenüberliegende Bauten, der erste dient dem Hüttenbetreiber, seiner Familie und den auf dem Hof tätigen Mitarbeitern als Wohnhaus, der zweite der Käseherstellung), einen Stall, einen Schweinestall, Almtümpel, Zäune und Gehege sowie natürlich eine Tierherde.
Die Hüttenbetreiber sind die Hüter eines Wissensschatzes, der von Generation zu Generation an Personen weitergegeben wird, die mit großer Leidenschaft ihrer Arbeit nachgehen und dazu beitragen, das Gebirge mit seiner Kultur und seinen Traditionen am Leben zu erhalten.
Aus technischer Sicht gilt die Alm als ein komplexes Ökosystem, eine „forstwirtschaftliche Grundstückseinheit mit einer Fläche von über zehn Hektar mit entsprechender Infrastruktur und bestehend aus Weiden, Wiese/Weide und manchmal Wald, auf der es einen Unterstand für das Personal und das Vieh sowie Räume für die Milchverarbeitung und die Aufbewahrung des Endprodukts gibt“ (Regionalgesetz Veneto Nr. 88 vom 31.10.1980). Dieser Einheit wurde kürzlich der Wert und die Bedeutung der Mehrzwecknutzung anerkannt, die nicht nur an den Produktionsprozess, sondern auch an die Erhaltung der Umwelt und der Landschaft, die Ankurbelung des ländlichen Tourismus und die soziokulturelle Aufwertung gekoppelt ist.
Ein Großteil des Gebiets der Hochebene der Sieben Gemeinden und fast alle Bauten und Weideflächen sind kollektives Eigentum der Nutzungsberechtigtenbzw. der gebürtigen Einwohner der Hochebene und derjenigen, die ihren Wohnsitz hierher verlegen. Sie werden von den Gemeinden (oder Genossenschaften) mit einer speziellen „Verordnung zur Regelung der Gemeinnutzung“ und nach den Regeln des „Technischen und wirtschaftlichen Zehnjahresplan für Forstwirtschaftliche Güter“ verwaltet. Die Almhütten werden sodann den Hüttenbetreibern in regelmäßigen Abständen durch eine öffentliche Versteigerung in Pacht gegeben.














Der Brauch der gemeinschaftlichen Verwaltung des Gebiets hat seinen Ursprung in der Gründung des Bundes Spettabile Reggenza dei Sette Comuni (oder Federazione dei Sette Comuni), der diese Güter verwaltete. Nach der Aufhebung des Bundes im Jahr 1807 wurden die Güter zunächst dem Staat übertragen und dann unter österreichischer Herrschaft (1815) ihren früheren Besitzern zurückgegeben, obgleich sie unter der Verwaltung des Königreichs Lombardo-Venetien standen. Im Jahr 1861 kehrten die Güter wieder in die Hände der örtlichen Verwaltungen zurück. 1926 einigten sich die Gemeinden auf eine Aufteilung der bis dahin gemeinsam verwalteten Besitztümer.
Demzufolge fällt nun der gesamte nördliche Teil der Hochebene in den Zuständigkeitsbereich der Gemeinde Asiago, wobei die verschiedenen Gebiete unter der Leitung der lokalen Einrichtungen stehen, die die Besitzer bzw. die anspruchsberechtigten Einwohner der sieben alten Gemeinden vertreten. Aus diesem Grund unterscheidet man für jede Gemeinde zwischen Alten Gütern (den ursprünglichen Gütern der Gemeinde) und Neuen Gütern (den durch die oben genannte Aufteilung hinzugekommenen Gütern). Es ist daher nicht verwunderlich, dass in einigen Fällen auch Almhütten der Neuen Güter von den Verwaltungsgrenzen der zuständigen Einrichtung weit entfernt liegen. Nach dem Gesetz Nr. 1766 vom 16.06.1927 bleibt das in das kollektive Eigentum fallende Land unveräußerlich, unteilbar, auf ewig an seinen ehemaligen Bestimmungszweck gebunden und zudem ausschließlicher Besitz der Gemeinschaft.

Die Weidewirtschaft ist erstmals in einer Urkunde aus dem Jahr 983 über die Zuteilung von Flächen zur Weidenutzung in der Ortschaft Marcesina, Gemeinde Enego, schriftlich dokumentiert; dies bedeutet, dass die Wiesen somit seit über 10 Jahrhunderten von den Landwirten ununterbrochen als Futterquelle für ihre Herden genutzt werden. Bereits im 14. Jahrhundert reichte das natürliche Grasland nicht mehr aus, um den immer größer werdenden Viehbestand zu ernähren, und so begann die großflächige Abholzung, um neue Weideflächen zu gewinnen. Dies führte zu einer verheerenden Bodenerosion an steil abfallenden Gebieten, was die damaligen Behörden (der Rat der Zehn der Republik Venedig) veranlasste, Regeln zum Schutz des Waldes zu erlassen.
Im Jahr 1404 erkannte die Hochebene offiziell die Herrschaft der Republik Venedig an. Neben den anderen von Venedig gewährten Privilegien beinhaltete dies auch das Recht auf Weidegang bzw. das den Bauern der Hochebene vorbehaltene Recht, ihre Herden vom Herbst bis zum späten Frühjahr auf venezianischem Boden frei und unentgeltlich weiden zu lassen.
Nach dem Untergang der Republik Venedig zu Beginn des 19. Jahrhunderts kam es zu bedeutenden politischen Veränderungen und damit auch zur Aufhebung dieses Rechts. Dies führte unmittelbar zur Verbreitung einer neuen Art der Viehhaltung, die von der Wanderweidewirtschaft zur überwiegenden sesshaften Tierhaltung überging, sowie demzufolge zu einem Rückgang der Schafherden und einer Zunahme der Milchviehzucht. Das Milchvieh wurde und wird auch heute noch in den Sommermonaten auf die hochgelegenen Weiden gebracht, um deren Futterressourcen zu nutzen.
Zur gleichen Zeit wurde aus dem Schafskäse (pegorìn) „Asiago“ der Kuhmilchkäse, den wir heute alle kennen. Die Herstellung des heute weltberühmten Käses Asiago d’Allevo ist in der Tat ein uraltes Verfahren, das bis heute von Generation zu Generation weitergegeben wird und immer noch nach traditionellen und einzigartigen Methoden erfolgt, die dem Käse ein Aroma, eine Farbe und einen Geschmack verleihen, der die ganze Essenz der Grasnarben und Blüten der Alpenweiden enthält.
In den Jahren 1915-1918 war die Hochebene für die gesamte Dauer des Ersten Weltkrieges 41 Monate lang Kriegsschauplatz, was sich zutiefst auf ihr soziales und wirtschaftliches Gefüge auswirkte. Neben der unermesslich großen menschlichen Tragödie und der Zerstörung von ganzen Dörfern und Ortsteilen wurden zudem riesige Weide-, Wiesen- und Forstflächen zu Schlachtfeldern und völlig verwüstet. Fast alle Almhütten und Ställe aus Holz wurden zerstört.
Es bedurfte vieler Jahre harter Arbeit, um die Weiden zu entminen, wieder nutzen zu können und um die Almhütten wieder aufzubauen, wofür Holz durch Stein und das weitaus praktischere Blech ersetzt wurde.
Ab den 1970er-Jahren wurden bis heute dank des wachsenden Bewusstseins, dass man diese Form der Berglandwirtschaft am Leben erhalten muss, zahlreiche Modernisierungseingriffe an den Bauten durchgeführt, um ihre Standards insbesondere unter dem Gesichtspunkt der Gesundheit und Hygiene zu verbessern: Trennung und Anpassung der Verarbeitungs- und Produktionsräume, Einrichtung von Regenwassersammeltanks und Kläranlagen, Bau von elektrischen und photovoltaischen Anlagen, Toiletten, Melkständen, Wasch- und Milchlagerräumen. Diese Aktivitäten werden bis heute fortgesetzt, jedoch mit einem weiteren ehrgeizigen Ziel: die Almhütten für den Tourismus zu erschließen, natürlich je nach den vorliegenden spezifischen bautechnischen und ökologischen Gegebenheiten.

Das Gebiet der Hochebene von Asiago grenzt im Norden und Osten an die Valsugana, im Westen an die Val d’Astico und schließlich im Süden an die Ebene nördlich von Vicenza, zu der es mit einer langen Reihe von Hügeln hin abfällt.
Aus geologischer Sicht sind die Gesteine, aus denen sich das Plateau zusammensetzt, im Allgemeinen sedimentären Ursprungs, da sie sich auf dem Meeresboden durch die Ablagerung von Geröll und organischen Sedimenten während der geologischen Periode der Trias und in geringerem Maße während der Jura- und Kreidezeit gebildet haben.
Die Gesteinsschichten des Untergrundes sind vor allem der etwa 500-600 m dicke Hauptdolomit und die darüber liegenden Kalksteine in Grau, Rosso Ammonitico und Biancone.
Der Hauptdolomit ist zwar gegenüber den anderen oben genannten Gesteinen älteren Ursprungs und liegt somit tiefer, stellt aber die höchsten Gipfel dar, was beweist, dass sich die Hochebene in Form einer „Kniefalte“ anhob.
Aufgrund des kalkhaltigen Bodens bilden sich zahlreiche Erosionsformen, vor allem an den zutage tretenden Schichten aus Rosso Ammonitico (die berühmten Felsstädte Monte Fior und Monte Corno) oder grauem Kalkstein (Labyrinth der Castelloni di San Marco oder Monte Fiara); außerdem gibt es zahlreiche Spalten, die zu einem ausgedehnten Karstgebilde führen, sowohl an der Oberfläche (Dolinen, Trockentäler, gefurchte Felder) als auch unterirdisch (Höhlen, Klüfte, Hohlkammern und Karstbrunnen).
Diese ausgedehnten Karsterscheinungen beeinflussen die Weidetätigkeit erheblich, so dass bereits in der Vergangenheit künstlich angelegte Tümpel als Tränke für die Tiere angelegt werden mussten, um den Mangel an Oberflächenwasser auszugleichen. Die zahlreichen Almtümpel wurden durch das Ausheben von kleinen, etwa 1-1,5 m hohen Becken geschaffen, die mit tonig-schluffigem Material abgedichtet und anschließend mit Regenwasser gefüllt wurden, das von den umliegenden Hügeln durch kleine Bächlein bis dorthin zugeführt wurde. Solche Feuchtgebiete sind oftmals das Zuhause einer ganz besonderen Flora und Fauna, die sich an die beachtenswerten Temperaturschwankungen und an die eventuelle Austrocknung anpassen können.
Das kühl-/kaltgemäßigte Klima zeichnet sich durch hohe Niederschlagsmengen (ca. 1.500 mm pro Jahr) aus, rückführbar auf die besondere geografische Lage, die die Hochebene als erstes Relief unmittelbar an der Ebene von Vicenza platziert und erhebliche orografisch bedingte Niederschläge mit sich bringt. Die Pflanzenlandschaft ist, wie überall in den Alpen, das Ergebnis komplexer geomorphologischer, klimatischer und biologischer Vorgänge, bei denen der Mensch mit seinen Eingriffen eine nicht unbedeutende Rolle spielt.
Das Gebiet selbst reicht von der phytoklimatischen Zone Fagetum, das für Weiden in niedrigeren Höhenlagen typisch ist, über das Picetum, in dem sich die meisten Almen befinden, bis hin zum Alpinetum, das für natürliche Hochgebirgsweiden typisch ist.
Das Plateau bietet somit eine Vielfalt an Naturlandschaften, von dem direkt an der Ebene liegenden Südhang über die Waldanhöhen, die zum zentralen Talkessel führen, der eine eindrucksvolle Wiesenlandschaft bildet, bis hin zum nördlichen Gebirge mit einer Höhe von über 2.000 m. Überall wechseln sich von den niedrigsten bis zu den höchsten Höhenlagen sattgrüne Wälder, zwischen denen Weiden liegen, mit sanften und nie allzu steilen Erhebungen ab, die sich perfekt für die Weidewirtschaft eignen; in der Tat sind die Weiden mit den Almhütten und ihren Tümpeln das Element, das die Landschaft am meisten prägt.

Die sich abwechselnden Weiden, Wiesen und Wälder bereichern die Vielfalt der Umgebungen mit ihrem großen Reichtum an Pflanzen- und Tierarten. Was die Fauna und speziell die Säugetiere anbelangt, kann man Hasen, Füchse, Rehe und Hirsche sehen, deren Röhren – ihr Liebesruf – im Herbst gegen Abend und in der Nacht hörbar ist. Die Gämse bevorzugt höhere Lagen und wagt sich oft an die steilen und wenig besuchten Nordhänge der Hochebene. Murmeltiere sind häufig in Kolonien an höher gelegenen Weiden anzutreffen, die ihnen einen perfekten Lebensraum bieten.
In den letzten Jahren haben sich wieder die Großraubtiere ausgebreitet, man verzeichnet die Anwesenheit von Bären und eine positive Entwicklung der Wolfspopulation.
Auf der anderen Seite verursacht die starke Verbreitung von Wildschweinen, die auf der Suche nach Nahrung die Grasnarbe und den Boden darunter anheben, große Schäden auf den Weiden, auf denen diese Tiere häufiger als in der Vergangenheit anzutreffen sind.
Zu den Vögeln, die auf der Hochebene leben, zählen Steinadler, Turmfalke, Alpenschneehuhn, Alpensegler, Lerche, Bergpieper, Baumpieper, Schwalbe, Bachstelze, Neuntöter, Mäusebussard, Specht und Steinhuhn. Mit dem Frühling kann man auf den höher gelegenen Almen den Liebesgesang des Birkhuhns hören, während die Nadel- und Laubwälder mit ihrem dichten Unterholz und den weiten Lichtungen einen idealen Lebensraum für das Auer- und Haselhuhn bieten.
Im Herbst sind die Weiden hoch oben auf den grasbewachsenen Hügeln beliebte Transitrouten für Zugvögel, darunter Zeisige, Finken, Drosseln und Wacholderdrosseln.

Unter dem Begriff „Weide“ versteht man eine mit Krautvegetation bedeckte Fläche, die direkt vom Vieh genutzt wird. Weiden sind eine uralte Ressource, die heute wieder an Bedeutung gewinnt, und zwar aus einer Vielzahl von Gründen: vom Bodenschutz bis zur Erhaltung der Biodiversität, von der Erhaltung der vielfältigen Landschaften bis hin zur Verbesserung der Viehzuchtqualität.
Man unterscheidet zwischen Weiden primären Ursprungs und Weiden sekundären Ursprungs: Letztere entstanden durch Abholzung, erstere sind dagegen in Höhenlagen zu finden, in denen die Umweltbedingungen eine „Waldgrenze“ bilden und das Waldwachstum verhindern. Die Weide wird also von den Umweltbedingungen, aber auch vom Eingriff des Menschen und seiner Bewirtschaftung beeinflusst und ist folglich das Ergebnis einer Wechselwirkung zwischen umweltbedingten und anthropogenen Faktoren.
Umweltfaktoren (Klima- und Bodeneigenschaften) bestimmen die Entwicklung von Pflanzengemeinschaften mit typischen Pflanzenkombinationen, die in Harmonie mit der Umwelt leben und in der Phytosoziologie als „Assoziationen“ bezeichnet werden. In den Assoziationen ist die Anzahl an Arten mal hoch, mal niedrig: von 8-10 Arten in der nitrophilen Vegetation in der Nähe von Ställen bis hin zu 60-70 Arten auf bestimmten Weiden.
Die Arten werden in Familien eingeteilt. Die wichtigsten Weidenfamilien sind Graminaceae (oder Poaceae), Leguminosae (oder Fabaceae), Umbrelliferae (oder Apiaceae), Compositae (oder Asteraceae), Cyperaceae und Rosaceae.
Was die Weiden der Hochebene von Asiago anbelangt, gibt es Trockenwiesen namens Brometum, die an den tiefliegenden Südhängen und auf kalkhaltigen Böden weit verbreitet sind. In diese Gruppe fallen zahlreiche Assoziationen von mehr (Xerobrometum) oder weniger trockenen (Mesobrometum) Gebieten, in denen jedoch stets der Bromus erectus vorzufinden ist.
Die Almen der mittleren Hochebene weisen äußerst produktive Weiden auf, typischerweise Lolio-Cynosuretum und Festuco-Cynosuretum, die sich in gut gedüngten und niederschlagsreichen Gebieten entwickeln, in denen wir im Hinblick auf die Graminaceae Lolium perenne, Festuca rubra, Cynosurus cristatus, Agrostis tenuis und Poa alpina vorfinden; unter den Leguminosen trifft man auf Trifolium repens (Weißklee) und Trifolium pratense (Rotklee). Aber auch das Taraxacum officinale (Löwenzahn) gedeiht besonders gut. In höheren Lagen gibt es den Borstgrasrasen Nardetum, der sich durch die üppig vorkommende Graspflanze Nardus stricta auszeichnet, welche vom Vieh nicht sehr geschätzt wird und große Teppiche bildet. Auf diesen Weiden wachsen wenige Arten, wie z. B. Campanula barbara, Arnica montana, Vaccinium myrtillus (Heidelbeere) und manchmal Rhododendron.
An den steilen Kalksteinhängen finden wir den Blaugras-Horstseggenrasen Seslerio-Semperviretum (Weiden mit Sesleria varia und Carex sempervirens), in denen sich Gentiana kochiana, Dryas octopetala und in einigen Fällen auch Edelweiß (Leontopodium alpinum) bemerkbar machen.

Der Tag beginnt auf der Alm bereits im Morgengrauen, wenn der Almhund die Kühe auf Befehl zusammentreibt, die sich nachts auf der Weide aufgehalten, sich ausgeruht haben und nun gemolken werden müssen. Der Hüttenbetreiber führt das zusammengetriebene Vieh in den Stall und melkt sie, was je nach Tieranzahl einen ein- bis zweistündigen Einsatz mehrerer Personen vorsieht. Nach dem Melken kommt die Milch entweder in einen Kühltank, bis sie auf den Tankwagen der Molkerei geladen wird, oder sie wird in einen Käsekessel gefüllt, um anschließend zu Käse verarbeitet zu werden.
Nach der Reinigung der Melkanlage und des Stalls ist es endlich Zeit für eine Frühstückspause mit Milch, Joghurt (in einigen Fällen vor Ort hergestellt), gerösteter Polenta, Käse oder Salami. Die Hirten müssen anschließend im Schweinestall die Schweine füttern; ein Tier, das auf Almen, die Käse herstellen, geradezu unerlässlich ist. Die Schweine werden in der Tat mit Kleie, Nachmehl, Gersten- oder Maismehl und der nach der Käseherstellung verbleibenden Restmolke gefüttert.
Nach dem Melken werden die Kühe wieder auf die Weide geführt. Den Rest des Vormittags verbringt der Hüttenbetreiber mit den Arbeiten rund um die Umweltbewirtschaftung und Instandhaltung der Anlagen: Mähen von Unkraut (vor der Blütezeit), Verjüngungshieb von Bäumen und Sträuchern auf der Weide, Instandhaltung von Gehege und Almtümpel.
In der Zwischenzeit beginnt der Käser (der Experte in der Käseherstellung), bis zur Mittagszeit die Milch zu Käse und Butter zu verarbeiten. Nach einem Nickerchen und einem Kaffee geht es wieder an die Arbeit: Der Käser kümmert sich um den Käse im Lager- und Salzraum und bereitet das Holz für die Küche vor. Die Hüttenbetreiber setzen ihre Arbeit auf der Weide fort und führen am späten Nachmittag mit ihren Hunden die Kühe wieder in den Stall, da das zweite Melken des Tages ansteht. Danach geht es mit den anderen Tätigkeiten bis zum Abend weiter. Es folgt das Abendessen, ein kleiner Plausch und dann ab ins Bett, denn vor fünf Uhr klingelt bereits wieder der Wecker.
Im Laufe der Jahre hat sich das Leben auf der Alm vielerorts verbessert, obwohl es weiterhin sehr anstrengend ist und den gleichen Arbeitsrhythmus von einst aufweist. Die Gemeindeverwaltungen arbeiten in Zusammenarbeit mit der Gebirgsgemeinschaft ununterbrochen daran, die Almhütten, in denen Käse hergestellt wird, unter dem Gesichtspunkt der Hygiene und Gesundheit anzupassen, sowohl um das Leben in dieser Umgebung menschenwürdig zu gestalten als auch um den Touristen, die sich zunehmend für diese ländlichen Gebiete und die typischen und einzigartigen Käse der Almen interessieren, ein sicheres und naturreines Almerzeugnis zu garantieren.

Die typischen Produkte, die die Almwirtschaft unserer Berge kennzeichnen, sind der Asiago d’Allevo, der je nach Reifezeit als Mezzano (4-8 Monate), Vecchio (8-12 Monate), Stravecchio (über 12 Monate bis 24-36 Monate) bezeichnet wird, und die Frischkäse, die im Allgemeinen von Familien mit Kindern bevorzugt werden.
Für den Allevo kommt folgende Produktionstechnik zum Einsatz. Die am Nachmittag gemolkene Milch wird in einer speziellen runden Schale an einem belüfteten und kühlen Ort, meist in einem nach Norden gerichteten Raum, über Nacht aufbewahrt. Sie wird anschließend mit der Flachkelle entrahmt und zusammen mit der am Morgen gemolkenen Milch in einen Kessel gefüllt. Der Kessel wird auf eine Temperatur erhitzt, die je nach Jahreszeit und Qualität variiert, in der Regel etwa 36-37 Grad Celsius. Die Milch wird ständig mit einem besonderen Werkzeug namens „batarela“ oder „rodela“ umgerührt und, sobald die Temperatur erreicht ist, Lab hinzugefügt. Die Gerinnung des Kaseins dauert etwa 20-30 Minuten; der so entstandene Käsebruch wird mit einem Dorn oder einer Leier gebrochen, wodurch das Lab zu weizenkorngroßen Klumpen zerfällt. Der Kochvorgang findet bei einer Endtemperatur von 46-47 Grad statt. Nachdem der Käsebruch in der Molke geruht und sich am Kesselboden abgesetzt hat, wird er mit einem Leinentuch aus dem Kessel gehoben und in Käseformen aus Tannenholz gefüllt. Die Käselaibe bleiben den ganzen Tag über auf einer Ablage, damit die Molke abtropfen kann, und werden anschließend in den Salzraum gebracht, wo sie eine Woche lang bleiben. Hier werden sie mit grobem Salz bestreut und zweimal täglich gewendet. Die Käse werden entweder trocken gesalzen oder in Salzlake eingelegt. In dieser Zeit tropft noch mehr Molke ab, der Käse nimmt das Salz auf und bildet die Rinde. Nach dieser Behandlung geht es dann in den Lagerraum, wo die Käselaibe auf Tannenbretter gestellt, im Dunkeln bei konstanter Temperatur gelagert und jeden Tag gewendet werden. Nach einem Monat erfolgt das erste Waschen und Abschaben, wenig später das Einölen mit Öl. Allevo-Käse ist nach sechs Monaten reif, entfaltet aber seine Geschmacksvielfalt und sein volles Aroma nach einem Jahr oder länger.
Auf einigen Almen wird auch Frisch- und Presskäse hergestellt. Hier kommt Vollmilch und somit nicht entrahmte Milch zum Einsatz, und die Kochtemperaturen für den Käsebruch sind niedriger. Bei Frischkäse wird der entstandene Käsebruch zerkleinert, indem das Lab zu maiskorn- oder haselnussgroßen Klumpen – je nach herzustellendem Käse – geformt wird. Bei Presskäse werden die frisch aus dem Kessel gehobenen Käselaibe in eine Presse gegeben, damit die Molke abtropfen kann. Dieser Käse ist recht mild, schmeckt noch nach Milch und braucht 20-40 Tage Zeit, um zu reifen.
Um jedoch die ganze Molke nutzen zu können, stellen einige Almen Ricottaher, ein Molkereiprodukt, das durch Ausflockung der nach der Milchverarbeitung in der Molke verbleibenden Proteine gewonnen wird. Ricotta ist ein frisches Produkt, das also schnell verzehrt werden sollte. Sein Aroma wird verstärkt, wenn es mit Latschenholz geräuchert wird, um ausgezeichnete Nudel- oder Gnocchi-Gerichte zu würzen.
Die schmackhafte Almbutter hingegen wird aus dem Rahm gewonnen, der mit einer Flachkelle aus der in speziellen Behältern ruhenden Milch abgeschöpft wird. Der Rahm wird in den Butterfass gefüllt und kräftig geschüttelt, bis sich das Fett von der Buttermilch trennt. Die Butter wird anschließend mit frischem Wasser gewaschen, damit möglichst wenig Buttermilch darin bleibt, sodann gepresst und in 0,5 oder 1 kg große rechteckige Formen gefüllt. Ihre typisch gelbe Farbe ist auf das Betacarotin der Blüten und Gräser zurückzuführen.

Die Bewirtschaftung der Almen basiert auf den Technisch-wirtschaftlichen Bestimmungen zur Almbewirtschaftung in Übereinstimmung mit dem regionalen Forstgesetz Nr. 52 vom 13.09.1978. Diese Bestimmungen legen die Kriterien für die Nutzung der Weideflächen durch den Hüttenbetreiber fest. Die mit der Leitung des Gemeinguts beauftragten Gemeindeverwaltungen veranstalten alle sechs bis zehn Jahre eine Ausschreibung für die Pachtvergabe der Almhütten, die gewöhnlich von Anfang Juni bis Ende September genutzt werden können.
Bis vor kurzem musste jeder interessierte Züchter bei der Ausschreibung in einem verschlossenen Umschlag und gegen Kaution sein Angebot in Litern Milch für jede auf die Alm getriebene GVE (Großvieheinheit) abgeben. Die Anzahl der GVE je Alm wird im „Plan zur Forsterhaltung“ bestimmt und normalerweise als „Besatz“ bezeichnet.
Die Gebirgsgemeinschaft Unione Montana Spettabile Reggenza dei Sette Comuni hat Art. 2 der Technisch-wirtschaftlichen Bestimmungen umgeändert und festgelegt, dass „die jährliche Mindestgebühr vom Verwaltungsorgan des Kollektivguts unter Berücksichtigung von folgenden Elementen festgesetzt wird: Merkmale der Weide und Tümpel, Viehbesatz, Zeit des Weidegangs, Zustand der Gebäude und Geräte, in der Almhütte durchführbare Tätigkeiten, vorhandene Dienstleistungen, bequemer Zugang zur Alm, Lage und allgemein der Nutzen, den die Almwirtschaft für die Erhaltung und den Schutz der Umwelt mit sich bringen kann“.
Der Viehbesatz jeder Alm ist sicherlich die wichtigste Entscheidung für eine korrekte Almbewirtschaftung. Jeder Alm entspricht ein genau festgelegter Besatz, der sich nicht nur aus den Merkmalen der Weide und des Gebiets, sondern auch aus der langjährigen Erfahrung ergibt, die man zum Thema Weidegang gesammelt hat. Die Erhaltung der Weiden beruht in der Tat auf dem Gleichgewicht zwischen produzierter Grasmenge und Weideintensitätbzw. der direkt vom Tier genutzten Grasmenge.
Der Hüttenbetreiber selbst trägt auf entscheidende Weise zur Aufrechterhaltung dieses Gleichgewichts bei und tut dies durch die gelenkte Beweidung. Die Tiere werden angehalten, alle Flächen der Alm gleichmäßig zu beweiden, wodurch die Wiederaufforstung der entfernter liegenden Gebiete, die sonst von den Tieren vernachlässigt werden, vermieden wird. Eine wichtige Voraussetzung für die Umsetzung dieser Weidemethode ist die Anwesenheit eines Hüttenbetreibers, der sich ständig um die Tiere kümmert und die Weide von Unkraut befreit.
Alternativ dazu gibt es die freie Beweidung. Sie ist wirtschaftlich gesehen kostengünstiger, da der Hüttenbetreiber nicht ständig anwesend sein muss, ist aber im Hinblick auf die gleichmäßige Nutzung der Weide weitaus weniger wirksam. In diesem Fall erhalten die Tiere nämlich oftmals auch anderes Futter und können ungehindert überall weiden. Demzufolge werden von den Almen fern liegende und wenig geschätzte Flächen unterbeweidet, was zu ihrer Aufforstung und Abnahme der nutzbaren Weidefläche führt.
Die Erfahrung zeigt, dass neben dem richtigen Viehbesatz und der gelenkten Beweidung Folgendes für eine gut gepflegte Weide wichtig ist: eine dem jahreszeitlichen Verlauf angemessene Nutzungsdauer, die Anwendung sehr einfacher, aber unverzichtbarer Maßnahmen durch den Hüttenbetreiber wie das Jäten von Unkraut vor der Blütezeit, die Eindämmung der Waldausdehnung, die Gesamtnutzung der Weide je nach Reifegrad der Futterarten in den verschiedenen Lagen und die korrekte Verteilung der Exkremente am Ende der Almzeit. Oltre ad un carico corretto e alla pratica del pascolamento condotto, l’esperienza insegna che per avere un pascolo ben mantenuto servono poi un adeguato periodo di utilizzo in funzione dell’andamento stagionale, l’esercizio da parte del malghese di pratiche molto semplici ma indispensabili, quali il taglio delle specie infestanti prima della fioritura, il contenimento dell’avanzata del bosco, l’utilizzo totale del pascolo a seconda del grado di maturazione delle specie foraggere nelle diverse esposizioni, la corretta distribuzione delle deiezioni a fine alpeggio.
Der Besatz kann von Jahr zu Jahr infolge verschiedener Faktoren anders ausfallen. Dazu zählen z. B. eine geringere Weidefläche aufgrund von gestapeltem Holz aus der Forstnutzung in angrenzenden Grundstücken sowie Schäden an der Grasnarbe, die durch die Verbringung des Holzes aus dem Wald oder durch Wildschweine verursacht werden. Das Vorkommen einiger Wildtierarten, insbesondere Wildschweine und Großraubtiere wie Wölfe und Bären, hat in der Tat in den letzten Jahren die Almbewirtschaftung beachtlich erschwert.
Immer mehr Wildschweine dringen auf der Suche nach Nahrung in die Almgebiete ein und zerstören den Boden, so dass die verwüsteten Flächen wieder instand gesetzt werden müssen, um die Viehzucht wieder aufnehmen, die Oberflächenerosion eindämmen und die Landschaft schützen zu können.
Auch die Großraubtiere sind ein wichtiger Störfaktor für die traditionelle Almwirtschaft: Während der Bär eher sporadisch auftritt, scheint sich die Ausbreitung des Wolfs im Laufe der Jahre zu verfestigen, wobei sein Beutefang verschiedene Folgen nach sich zieht:
- direkte und indirekte wirtschaftliche Schäden, wie z. B. der wirtschaftliche Verlust durch den Tod von Tieren, eine geringere Viehproduktion infolge der Stressbedingungen, ein aggressiveres Verhalten von Weidetieren gegenüber Besuchern (insbesondere mit Hunden) und die geringere Bereitschaft der Züchter, andere Tiere auf die Alm zu bringen, da sie für Raubtiere eine Beute darstellen;
- ein weniger augenscheinlicher, aber grundlegender Aspekt ist das veränderte Weideverhalten der Tiere, die scheinbar als Reaktion darauf nun in Stallnähe weiden, wo sie sich sicherer fühlen. Daraus folgt eine höhere Besatzdichte (beim Weiden und Ruhen), eine höhere Grasnutzung und Fäkalienablagerung. Andererseits kommt es zu einer unzureichenden Nutzung und der Gefahr der Wiederaufforstung entfernt liegender Flächen.
Alle Almen werden jedoch trotz dieser Probleme bewirtschaftet und die Nachfrage ist größer als das Angebot. Diese günstige Situation hängt von einer Kombination von Faktoren ab, die man wie folgt kurz zusammenfassen kann:
- eine hohe Konzentration von Milchkühen sowohl auf der Hochebene als auch auf dem nahen Flachland (oberhalb von Padua und östlich von Vicenza);
- Almen mit Infrastruktureinrichtungen, deren Dienstleistungen den aktuellen Bedürfnissen der Viehzucht entsprechen; dank der laufenden Anpassungen der Gebäude unter dem Gesichtspunkt der Hygiene und Gesundheit kann in vielen Almhütten Milch verarbeitet und somit Käse unter Einhaltung der vom Gesundheitssystem auferlegten Vorschriften ohne Bedenken hergestellt werden;
- interessante wirtschaftliche Fördermaßnahmen;
- kommerzielle und wirtschaftliche Aufwertung der Almerzeugnisse, die durch die Zugehörigkeit zu einem Produktionsgebiet international anerkannter typischer Käsesorten gefördert wird;
- der hohe Besucherandrang im Gebiet, der durch ein ausgedehntes Straßennetz zwischen den Ortschaften und Almhütten gefördert wird.
Ein sehr wichtiger Moment ist die jährliche Über- und Rückgabe der Almhütten durch die zuständige Einrichtung an den Pächter in Anwesenheit einer Prüfstelle, die den Vorschriften entsprechend die Gebirgsgemeinschaft ist. Dies findet normalerweise kurz vor oder unmittelbar nach dem Viehbesatz statt, wobei der Zustand der Weiden, die Errichtung von Zäunen und die Leistungsfähigkeit der Tümpel, der Zustand der Gebäude und der Wasserspeicher, die Qualität des Anstrichs und die Sauberkeit der Räume gemeinsam überprüft werden. Am Ende der Almzeit wird die Almhütte auf die zuvor beschriebene Art und Weise wieder zurückgegeben.
Neben den Maßnahmen zur Verbesserung und Anpassung der Almanlagen, die das Dienstleistungsangebot für den Tourismus ausweiten möchten, sind gemeinsam auch „bewährte Praktiken“ umzusetzen, damit die Almhütten und ihre Umgebung für ein lokales, nationales und internationales Publikum immer attraktiver werden.
Denn die angemessene Förderung und Aufwertung der Almhütten als „Tourismusprodukt“ wertet die Arbeit der Hüttenbetreiber auf und verbessert die Nachhaltigkeitsbedingungen. Die Herausforderung der Zukunft besteht darin, den Erwartungen der Besucher gerecht zu werden und zeitgleich dazu das Leben auf der Alm zu respektieren, in dem Bewusstsein, dass die Haupttätigkeit des Weidegangs, von der die Erhaltung dieser so wertvollen und beliebten Umgebung abhängt, ohne wenn und aber stets zu schützen ist.
Dies bedeutet auch, dass wir die Sehenswürdigkeiten des Gebiets auf bestmögliche Weise vermitteln und insbesondere die Möglichkeit fördern müssen, dieses Gebiet auf eine langsame und umweltfreundliche Weise zu entdecken, und zwar auf den unzähligen Wander- und Radtouren des „Almhüttenwegs“!
Quellen: Der Almhüttenweg – Gebirgsgemeinschaften Comunità Montane Spettabile Reggenza dei Sette Comuni und Dall’Astico al Brenta, von Silvia Dalla Costa und Gianbattista Rigoni Stern.

